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U Drei Viertel Ge-Em-Be-Ha

Anfang September 2002 gründeten zwei alte MundART-Haudegen, Hans Kloiber und Erwin Schubert (MADCAPS), die U3/4 GmbH. Worauf sich jedoch die 3/4 im Namen beziehen, haben die beiden niemandem verraten und lassen jeder Spekulation freien Raum. Böse Zungen behaupten beharrlich, die 3/4 beziehen sich auf die Konsumationsmenge unter der die beiden möglicherweise gar nicht spielen würden? Andere meinen es könnte damit der 3/4 Takt, das in die Welt hinaus getragene spezifisch österreichische Musikgefühl, gemeint sein? Wieder andere glauben felsenfest, es sei nur eine Erinnerungshilfe für die beiden alten Herren, dass sie niemals ihre Auftritte vergessen, die zumeist um 3/4 beginnen? Oder hat der Name vielleicht gar irgendetwas mit der Wiener U-Bahn zu tun? Nun, was meinst Du dazu?
Ganz sicher ist jedoch, dass die GmbH in ihrem Namen auf absolut keinen wirtschaftlichen Gesellschafts-Bezug hinweist, sondern als besonders plausible Abkürzung ihre Programmschwerpunkte grundsätzlich offenlegt:

Gwadscherei mit bamstårke Hådern
Das österreichische Umfeld, die gewachsene heimatliche Sprache, die wiennahe MundART bilden die Basis und das Motto für alle Texte und Lieder der U3/4 GmbH.

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Ein paar Worte zur musikalischen Laufbahn.

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Erwin Schubert
Schon der Name bürgt für musikalische Qualität im österreichischen Sinn. Begonnen hat alles bei der Musikgruppe THE MADCAPS 1965. Sie waren die  Wegbereiter des AUSTROPOP. Mit “I man I tram”, “Fad is”, “Der Schneemensch”, “Summer is”, „No-na“ und etliche Lieder mehr stürmten sie 1970/71 die österreichische Hitparade. Schuberts Hauptinstrument war damals das B-Saxophon, die B-Klarinette und eine gewaltige Stimme. Dazu Querflötenausbildung am Konservatorium. Mitte der 80er Jahre zur Gitarrengruppe EIN PAAR VON UNS. Akustikgitarre und Mundharmonika  autodidaktisch mit eigenem Stilcharakter perfektioniert.

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Hans Kloiber
Musikalische Grundausbildung Flügelhorn. Am Konservatorium Konzertgitarre. Autodidaktisch Baßgitarre, Harmonielehre, Komposition und geschrieben hat er sowieso schon immer. 1965 Gründung der Dialektgruppe THE MADCAPS. 4 Singles, 1 LP + 2 Sampler LP’s, davon eine zugunsten des Weltkinderhilfswerks UNICEF. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehauftritte der Gruppe in den Jahren 1970/71 bei Peter Rapp, Peter Lodinsky und Gerhard Bronner.  Auch Georg Danzer schrieb für die Gruppe und spielte damals einige Zeit bei den MADCAPS. Hans Kloiber’s “brotberufliche” Wanderjahre – er ist Techniker mit Leib und Seele – führen ihn schließlich 1978 in seine niederösterreichische Heimat nach Strasshof  zurück.

1979 verschreibt Kloiber sich der Pfadfinderbewegung und es entstehen nun Jahr für Jahr viele neue Lieder ganz persönlicher Prägung, die bereits heute als “Lagerfeuer-Evergreens” zählen und bei internationalen Treffen vor bis zu 12.000 Teilnehmern begeisterten Anklang finden.
Anfang der 80er Jahre Gründung der akustischen Gitarrengruppe EIN PAAR VON UNS
Als Musikbeauftragter der NÖ Pfadfinder war er auch der Gründer der LIEDERCAMPS. Das sind musikalische Spezialseminare mit Lagerfeueratmosphäre. In dieser Zeit schrieb er mehrere Fachbücher bezogen auf Pfadfinder- und heimatliches Liedtum, wie:
LIEDER DER N.Ö. PFADFINDER (1987), DIE MARCHFELDMESSE (1990), ELFENRING UND WOLFSGEHEUL (1993), LIEDERCAMP ’94, DAS LAGERFEUERLIEDERBUCH (1995), LIEDERCAMP ’98, LIEDER DER N.Ö. PFADFINDER (2009), LIEDERCAMP 2010 am urSPRUNG in Laxenburg,

In dieser scoutintensiven Zeit entstehen etliche Musikproduktionen  wie eine 5-teilige Musikkassettenausgabe mit Originallesungen von 10 Heimatdichtern - Walter BÄCK, Gottfried DOSCHEK, Helena GWOZDZ, Friedrich HELLER, Felix KERL, Franz LAHNER, Mathias MANDER, Helmut PACHOLIK, Heinrich RASL, Hans Werner SOKOP - und neuen Weihnachtsliedern mit dem Titel MARCHFELDER ADVENT, weiters eine 10-teilige Pfadfinderlieder Musikkassettenserie, eine LP-Produktion der Klosterneuburger Musikgruppe VIS-A-VIS, eine Doppel CD “LIEDERCAMP ‚98” und viele Adventprogramme  zusammen mit Gottfried DOSCHEK für die Gitarrengruppe EIN PAAR VON UNS, wie “WEIHNACHT 1945 / WEIHNACHT 1995”, “ADVENT IM SCHEIN DER ZEIT”, “ADVENT ZEITGITTER / GITTERZEIT ADVENT” , “ADVENT 2001 / GOSPEL MundART”
Das Adventprogramm 2002 führt Kloiber und Schubert zurück zu den Wurzeln der  MundART und schließlich im September 2002 zur Gründung der Gruppe U3/4 GmbH.

Es folgen Programmideen mit heiter bis wolkig verdichteten Stådt- & Låndg‘schichteln. Fetzig-rotzig-kräftig-fruchtig-würzige MundART Kultprogramme der U3/4 GmbH. Inhalt und Textauszüge ihres Hauptprogrammes:

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Die Lieder dazu sind auf der Tonträger U3/4 Seite zu hören.
© Urheberrechtliches
Alle Lieder und Liedertexte stammen aus der Feder von Hans Kloiber ausgenommen der Text „D‘Spinnerin und die Flieg‘n“, dieser ist von Georg Siegl. Die musikalischen Arrangements allesamt gemeinsam von Hans Kloiber und Erwin Schubert. Die Witzgedicht- und Zwischentextgestaltung sowie Lesetextzusammenstellung von Hans Kloiber ausgenommen „Der Stammtischlerwitz“, der ist aus Herbert Hisel‘s „Stammtischbrüder“ und die Witzgedichte „Vaterfreuden“, „Die Feststellung“,  „Drei Münzen im Brunnen“, „A g‘scheiter Hund“, „D‘Hausaufgåb‘“, „Die Taschenlampe“ und „Die Lebensretter“ sind von Walter Dircks. Sämtliche Personen der Zwischengeschichte sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit dies- oder jenseitigen Personen ist rein zufällig.


Die wichtigsten Personen dieses Programmes sind:

erwin legofrau4cName: Cäcilia KNAPP, Spitzname:Cilli UNWIASCH, Beruf: Verkäuferin

Geschlecht weiblich, blond, ca. 1,68 m groß und wiegt samt Garderobe maximal 50 Kilo. Also vorne und hinten ziemlich flach und kantig. Wenn es eine Frau aus Legosteinen gäbe, dann wäre sie die geborene LEGOFRAU. Sie ist jetzt Single, vorher verbrachte sie einige Zeit mit einem Lebensabschnittspartner. Sie ist nicht verheiratet, hat einen Buben, arbeitet im Mausi-Tempel im 15. Bezirk als Verkäuferin und wohnt am Land. Ihr Hobby ist das Tanzen, aber sie ist ziemlich zickig. Darum haben ihr die Männer, wenn sie ihren ZICKENTANZ abspielt, den Spitznamen Cilli UNWIASCH verpasst. Einen richtigen Freund würde sie schon gern haben, aber die wachsen nicht so einfach nur zum Pflücken auf den Bäumen.
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Name: Willibald METZGER, Spitzname: Willi UAWINA oder auch BLUNZENWILLI, Beruf: Fleischhauer

Geschlecht männlich, brünett, ca. 1,90 m groß und wiegt ohne Gewand gute 130 Kilo. Single! Steht auf alles, was Wien so ausmacht. Darum ist er bei allen der Willi UAWINA, aber auch der BLUNZENWILLI. Nicht wegen seiner sportlichen Figur, nein, wegen seines Berufes. Er ist Fleischer und macht die beste Blutwurst im 15. Bezirk, in der Lugner-City. Da kommen sogar die Leute vom 17. Und verlangen nur seine Blunzen. Jedes Jahr fahrt er zum Donauinselfest. Grillen ist seine große Leidenschaft und Chilli-Sauce mag er über alles. Übrigens, auch er wohnt nicht in der Stadt, sondern draussen am Land.
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Name: Leopold SCHUSTER, Spitzname: Poldi TSCHICK WAPPEL, Beruf:Schuhmacher

Geschlecht männlich, leicht glatzig oder besser gesagt mit einem breiten Mittelscheitel ausgestattet. Profisingle, normalgroß und normalgewichtig. Raucht immer seinen TSCHICK und trinkt manchmal mehr als ihm gut tut und wird dann öfters zum WAPPEL. Er ist aber nicht dumm, sondern ein ganz gerissener Hund. Der Poldi TSCHICK WAPPEL ist ein echter Wiener. Er ist in Wien in einer Bassena-Wohnung auf die Welt gekommen. Er arbeitet in dem allbekannten Einkaufszentrum im 15. Bezirk beim Opernball-König und betreibt dort einen Stand für Schuhreparaturen und Schlüsseldienst. Außerdem ist er noch ein bezirksbekannter Autobastler, der einfach alles richten kann.
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Name: Josef UNGENAU, Spitzname: Juppi SCHLUDRIWUM, Beruf: Magistratsbeamter

Geschlecht meistens männlich, Haarfarbe wechselnd, viel Gel in den Haaren und sehr oft eine Sonnenbrille lässig darüber eingeklemmt.Sein In-Kappel wird prinzipiell verkehrt aufgesetzt. Zeigt seine 17 Brusthaare stolz den Bürokolleginnen und sieht sich gern als junger, karrierebewusster großstädtischer Mensch - also als JUPPI. Er würde halt am liebsten alle Puppen um sich tanzen lassen. Doch dazu fehlt ihm das nötige Quantum an „f€urigen“ Kohlen. In Wirklichkeit ist er ein lieber Schlampertatsch. Na ja, der Juppi SCHLUDRIWUM halt. Er ist ein echter Wiener. Wohnt im 16. Bezirk, gleich beim Brunnenmarkt. Er kennt den Poldi TSCHICK WAPPEL recht gut und er lasst sich bei ihm immer seine Bog (Schuhe) richten, weil neue kann er sich nicht so oft leisten als Magistratsbeamter in der unteren Schicht beim Ordnerkasten. In seiner zweiten Haut, am Wochenende, da fühlt er sich recht wohl, wenn er sich vor seinen Freunden als Magistratsmanager von Weltvormat recht großzügig zeigt. Am Montag drauf pumpt er sich dann von seinem Bürokollegen das nötige Geld für die Werksküche.
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Name: Elisabeth SCHÖNBORN, Spitzname: TIGERLILLY, Beruf: unbekannt

Geschlecht total weiblich, die Haare manchmal rötlich, blond oder auch schwarz. Single mit Whiskyhund. Im Auftreten völlig unbekümmert, respektlos, ein bissel vorlaut und modisch immer auf der flotten Welle. Grelle Schuhe mit überhohen Absätzen, meistens netzbestrumpft, miniberockt, engblusig mit Tigermuster, eh klar TIGERlilly, und alles zusammen mit einem ziemlich helledelkastanienbraunen Sonnenstudioteint prall gefüllt. Am liebsten knutscht sie mit ihrer Diwanwalze, das ist der BILLY, ihr weißer Whiskyhund. Sie ist eine echte Wienerin. Zu keusch war die TIGERLILLY sowieso nie und an den Klapperstorch hat sie nicht einmal als Kind mehr geglaubt.  Wirtschaftlich ist sie dabei äußerst geschickt vorgegangen. Sie hat sich durch sehr gut gefüllte Grauschläfenbrieftaschen emporgearbeitet und beglücken lassen ohne dass sie dabei irgendwo hinderlich hängen geblieben ist. Die Lilly und die Cilly kennen sich schon seit der Schulzeit. Ein Jahr waren sie sogar in der gleichen Klasse. Dann haben sie sich wegen zu großer Leistungsmißverständnisse mit den Lehrern wieder verloren.
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Name: Vera VERHONIG, Spitzname: DeGe VAHUNZA, Beruf: hinterhältige Pensionistin

Geschlecht nur mehr vermutbar weiblich. Die grauen Haarstoppeln blond eingefärbt. DeGe ist für Eingeweihte und Insider die ziemlich böse Abkürzung für „DeGenerierte oder Dürre Graden“.  Also eine wirklich extrem schlanke LEGOFRAU schaut neben der DeGe VAHUNZA ziemlich „blad“ aus. Die DeGe ist in ihrem Leben nur auf die Butterseite gefallen. Hat Geld, Häuser und Firmen vom Vater, von der Mutter, vom Bruder und vom Mann geerbt. Sie kann sich einfach alles kaufen. Auch teure Männer, die ab und zu zum Einschlafen benötigt werden. Sie hat mit den Personen in unserer Geschichte nichts zu tun und kommt nur mehr dort vor, wo sie es verdient. Mitleid ist unangebracht!
Wohnt irgendwo im Prestigeviertel vom 19. Bezirk. Sie ist die Mutter von Bodo VERHONIG, der gleich beschrieben wird. Sie hat noch einen zweiten Buben, aber der kommt in dieser Geschichte überhaupt nicht vor. Ihr Mann hatte einen Top-Betrieb im 16. in der Nähe vom Mörtel seinem Einkaufsgroß-Container. Einen Hund besitzt sie auch. Der ist zweifelsfrei der intelligenteste in der Familie VERHONIG. Alle, außer dem Hund, sind raffgiereig, egoistisch, extrem neidig und nur der eigene Vorteil zählt profitberechnend. Am meisten freut sie sich, wenn sie jemanden etwas „verhunzen“ kann. Darum kennt sie auch ein jeder als die DeGe VAHUNZA.
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Name: Bodo VERHONIG, Spitzname: Dilli VAHUNZA, Beruf: nicht mehr selbstständig

Geschlecht groß und schlank, ob er mit Frauen was anfangen kann, das wissen wir nicht so genau. Ihm haben immer die Techniker im Büro von seinem Vater imponiert. Deswegen hat die Mama gesagt er muß auch  unbedingt ein Herr Ingenieur werden, weil diese Herren sind sowieso alle viel zu teuer und er kann dann ordentlich aufräumen mit der Technikerbagage. Sein Problem dabei: Ein Pinkel Fetzen besitzt halt mehr Hirn. So hat er sich bald als DILLI durch‘s Büroleben geschlagen. Den Vater haben sie oft bis auf‘s Blut gequält, bis er schließlich nachgeben und sich von dieser Welt verabschieden mußte.  Das Mitgefühl bei der Trauerfeier war so berührend, wie der Eishauch einer offenen Gefriertruhe. Zum „Verhunzen“ hat ihn die Mama perfekt erzogen.  Die Familie kennt zwar fast ein jeder, aber alle, selbst alte Freunde, meiden die VAHUNZA‘S. Der Bodo wohnt in der obersten Kittelfalte von der Mama, sofern sie so einen Nobelfetzen an hat, im 19. Bezirk und die Mama hat auch immer für ihn alles bestens gerichtet. Selbst die HTL Matura Prüfungsaufgaben sind wirtschaftlich überlegt, günstig und vorzeitig erworben worden. Die Techniker vom Papa haben dann alle seine Aufgaben für ein ausgezeichnetes Abschlußzeugnis gelöst. So wird ein jeder DILLI zum Ingenieur. Nachdem er nach seinem Vater die Firmengeschicke übernommen hat, glaubte er tatsächlich, er kann jetzt schon alle Melodien dirigieren. Rigoros entsorgte er die erfahrensten Mitarbeiter. Na ja, gerade drei Jahre haben der DILLI und die DeGe gebraucht, um einen gesunden 4-Generationen-Betrieb in den Konkurs abzuwirtschaften. Jetzt ist er vielleicht ein Schraubenvertreter oder auch nicht mehr. Wir wissen das nicht so genau.
Das Einzige, was sicher ist: Die Zwei, die DeGe und der Dilli, gehören in unserer Geschichte nicht zu den Guten!

 

Ausgangspunkt der Geschichte ist das Wiener Donauinselfest, wo der Willi die Cilli kennenlernt. Mosaikförmig werden nun Momentsituationen der nachstehend angeführten Hauptpersonen vorwiegend im Text oder da und dort auch im Lied näher betrachtet und durch schrittweises Zusammenfügen der Mosaiksteine wächst die Handlung beständig weiter und weiter, von Programm zu Programm, mit heiteren Pointen.

 

 

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